
Abwehr steht, Teamgeist stimmt – zwei Punkte bleiben daheim!
25 Okt
HSG Fürther Land III - TSV Weißenburg 25:21
Abwehr steht, Teamgeist stimmt – zwei Punkte bleiben daheim!
Sechstes Saisonspiel, vierter Sieg und plötzlich Tabellenplatz zwei!
Was vor Saisonbeginn mit dem bescheidenen Ziel Klassenerhalt begann, entwickelt sich für die Damen III der HSG Fürther Land zu einem richtig gelungenen Saisonstart.
Nach der Fusion zur HSG Fürther Land gilt es für die Mannschaft weiterhin, sich in teilweise neuen Konstellationen aufeinander einzuspielen. Unterschiedliche Aufstellungen bei Spielen und Training gehören aktuell fast schon zum Alltag. Dass daraus trotzdem eine richtig schlagkräftige Truppe geworden ist, zeigte sich auch am Samstag gegen den TSV Weißenburg.
Bereits in der Kabine machte Trainerin Jaschi deutlich, worauf es ankommen würde: Eine der größten Stärken der Mannschaft ist ihre Vielseitigkeit im Angriff. Tore können von allen Positionen erzielt werden, die Verantwortung verteilt sich auf viele Schultern. Dazu eine gut besetzte Bank, die es jeder Spielerin ermöglicht, auf dem Feld alles zu geben. Und wenn die Luft raus ist? Dann wird eben gewechselt! Trotz einiger krankheits- und verletzungsbedingter Ausfälle standen genügend Spielerinnen bereit.
Vor allem aber sollte eines funktionieren: die Abwehr! Früh annehmen, konsequent zupacken, fair, aber bestimmt zur Sache gehen und die Gegnerinnen gar nicht erst ins Spiel kommen lassen. Die Ansage war klar: Die zwei Punkte bleiben heute in unserer Halle!
Gesagt, getan!
Die HSG erwischte einen starken Start und setzte sich bereits nach wenigen Minuten mit 3:0 ab. Von Beginn an stand die Defensive kompakt, hellwach und bissig. Weißenburg tat sich schwer, überhaupt Lücken zu finden, geschweige denn zum erfolgreichen Abschluss zu kommen.
Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine umkämpfte Partie, in der die Gäste zwar immer wieder versuchten, den Anschluss herzustellen, die HSG jedoch stets einen Tick wacher, schneller und entschlossener agierte. Besonders gegen Ende der ersten Halbzeit konnten sich die Gastgeberinnen erneut absetzen und gingen mit einer verdienten 13:8-Führung in die Kabine.
Wer nun dachte, die HSG würde nach dem Seitenwechsel einen Gang zurückschalten, hatte sich getäuscht.
Die Defensive machte genau dort weiter, wo sie aufgehört hatte. Die Gegnerinnen wurden früh angenommen, Passwege zugestellt und Angriffe immer wieder unterbrochen. Zeitweise schien Weißenburg schlicht die zündende Idee zu fehlen, wie diese Abwehr zu knacken sein sollte. Und wenn doch einmal eine Lücke gefunden wurde, war auf die beiden Torhüterinnen Verlass, die mit starken Paraden ihren Teil zur geschlossenen Mannschaftsleistung beitrugen.
Vorne zeigte sich einmal mehr, was Jaschi bereits vor dem Spiel betont hatte: Diese Mannschaft ist auf nahezu allen Positionen torgefährlich! Die Verantwortung verteilt sich auf viele Schultern, und genau das macht die HSG so unangenehm für ihre Gegnerinnen. Da weiß man als Abwehr schließlich gar nicht, auf wen man sich zuerst konzentrieren soll.
Zugegeben: Bei der Chancenverwertung wäre durchaus noch Luft nach oben gewesen. Die eine oder andere klare Gelegenheit wurde großzügig liegen gelassen. Aber man muss sich ja schließlich auch noch Verbesserungspotenzial für die kommenden Spiele aufheben.
Trotzdem behielt die HSG das Spiel fest im Griff und konnte den Vorsprung zwischenzeitlich auf sechs Tore ausbauen. Weißenburg gelang es in der Schlussphase zwar noch, den Abstand etwas zu verkürzen, doch der verdiente 25:21-Heimsieg geriet nicht mehr ernsthaft in Gefahr.
Was an diesem Tag besonders beeindruckte, war die geschlossene Mannschaftsleistung. Keine Einzelkämpferinnen, keine Abhängigkeit von einer einzigen Torschützin, sondern eine Mannschaft, in der jede ihren Beitrag leistete. Es wurde füreinander gekämpft, ausgeholfen, gewechselt und angefeuert. Und wer gerade nicht auf dem Spielfeld stand, gab eben von der Bank aus alles! Lautstark wurde jede gelungene Aktion gefeiert, jede Abwehrleistung bejubelt und die Mannschaft nach vorne gepusht. Auch das Publikum auf den Rängen unterstützte die HSG tatkräftig und sorgte für ordentlich Stimmung in der Halle. Ein Heimsieg, zu dem also nicht nur die sieben Spielerinnen auf dem Feld ihren Teil beitrugen!
Dass dieser Auftritt auch an der Seitenlinie nicht spurlos vorbeiging, zeigte sich nach dem Abpfiff. Trainerin Jaschi war sichtlich gerührt und unglaublich stolz auf ihre Mannschaft. Nicht nur wegen der zwei Punkte, sondern vor allem wegen der Art und Weise, wie diese erkämpft wurden. Jede hatte alles gegeben, jede hatte ihren Teil beigetragen – und genau so stellt man sich Mannschaftssport vor!
Und dann wäre da ja noch die Sache mit der Tabelle ...
Aus dem ursprünglichen Saisonziel Klassenerhalt ist nach sechs Spieltagen ganz nebenbei Tabellenplatz zwei geworden! Natürlich bleibt die Saison noch lang und die Füße bleiben auf dem Boden. Aber ein bisschen freuen darf man sich darüber schon. Vielleicht sogar ein bisschen mehr.
Vier Siege, zwei Niederlagen, Tabellenplatz zwei – und eine Mannschaft, die immer besser zusammenwächst.
So darf es gerne weitergehen!






